Teil 1

Unser Sportheim - Mittelpunkt des Vereins

Zentraler Mittelpunkt des Vereins ist das in den Jahren 1979 – 1985 unter großen Anstrengungen erbaute Sportheim. Nicht nur sportliche Wettkämpfe, sondern auch viele Feierlichkeiten erfüllen "unser Haus" mit Leben. Tüchtige freiwillige Helfer sorgen das ganze Jahr über für eine geordnete Bewirtschaftung. Für diesen Einsatz sei allen Freunden hier nochmals herzlich gedankt, wobei allgemein mit Stolz vermerkt werden kann, dass sich auch für Unterhaltung und erforderliche Reparaturen des Sportheimes immer genügend Hilfskräfte finden.

Baugeschichte

Die Geschichte eines eigenen Vereinsheimes für den TSV Neuensorg geht eigentlich schon bis ins Jahr 1966 zurück. Bereits hier machten sich die Verantwortlichen des Vereins unter der Führung des damaligen 1. Vorsitzenden Fritz Stephan Gedanken über einen möglichen Sportheimbau am seinerzeitigen Sportplatz im Ortsteil „Neue Welt“. Konkrete Schritte wurden dann jedoch nicht in die Wege geleitet, nicht zuletzt deshalb, weil bereits zu dieser Zeit ein Geländetausch des Sportplatzes mit der damaligen Firma Kretz, später HANCARO, im Rahmen des Möglichen lag. Die ganze Angelegenheit erledigte sich dann auch von selbst, als im Jahre 1973 nach langjährigen Verhandlungen und zweijähriger Bauphase das am Waldrand am Ortsausgang nach Neuensee gelegene neue Sportgelände eingeweiht werden konnte. Den größten Verdienst um das Zustandekommen dieses Projektes hatte zweifellos der damalige 1. Bürgermeister der noch selbständigen Gemeinde Neuensorg, unser Sportfreund Michael Kutscher. Gemeinsam mit seinem Gemeinderat und den Inhabern der Firma Kretz KG, unseren Mitgliedern Rudi Kretz 1 und Bernhard Dötschel, suchten und fanden sie in oft nicht einfachen Verhandlungen eine großzügige Lösung, die letztlich beiden Seiten gerecht wurde. So verfügte der TSV nun über ein ansehnliches Sportgelände und die Fa. Kretz konnte Betriebserweiterungen in Angriff nehmen.

Dennoch sollten noch weitere 7 Jahre vergehen, ehe am 28.3.1980 der denkwürdige erste Spatenstich für einen Sportheimbau vollzogen werden konnte.

Die Jahre 1979 bis 1985 waren, neben der sportlichen Aufwärtsentwicklung der Fußball-Abteilung, geprägt vom Bau des vereinseigenen Sportheimes, beginnend mit der fast zweijährigen Planungsphase bis hin zur Einweihung im Jahre 1985.

Heute, über 30 Jahre nach dem ersten Spatenstich, wissen wohl nur noch die damals unmittelbar Beteiligten von den enormen Schwierigkeiten und Problemen, mit denen der Verein seinerzeit konfrontiert war.

Am 17.11.1978 hatte die Vorstandschaft nach mehreren vorausgegangenen Beratungen einstimmig den mutigen Entschluss gefasst, der Mitgliederversammlung zu empfehlen, die Planung und Errichtung eines vereinseigenen Sportheimes in die Wege zu leiten. Hauptgrund hierfür war, dass die bis dato genutzten Umkleide- und Waschräume in der Gastwirtschaft Güntner keinem zeitgemäßen Standard mehr entsprachen. Die Verantwortlichen waren sich bewusst, dass sie gerade ihren zahlreichen auswärtigen Aktiven ein besseres Umfeld bieten mussten, um diese im Verein zu halten.

Die Mitgliederversammlung vom 9.3.1979 bestätigte mit überwältigender Mehrheit den Beschluss der Vorstandschaft und wählte in dieser Sitzung auch einen Bauausschuss.

Bauausschuss 1985 -

Oben von links: 1. Vorsitzender und Bauausschuss-Vorsitzender Harald Kutscher, Bauleiter Michael Metz, Erwin Krappmann, stellv. Bauleiter Dieter Engel, Jürgen Friedrich, Lothar Mozzo, Benno Wittmann, Franz Schwed; unten von links: Arno Scheler, Architekt Reiner Hochberger, 2. Vorsitzender Walter Hofknecht, Gerhard Friedrich, stellv. Bauleiter Walter Lind, Helmut Hertha

Planung und Oberbauleitung des Projektes legte der Verein in die Hände von Architekt Dipl.-Ing. Reiner Hochberger aus Rodach. Eine weise Entscheidung, wie sich im Laufe der Jahre immer mehr herausstellte, denn dieser überzeugte nicht nur durch fachliche Kompetenz und tatkräftige Unterstützung, sondern wurde durch sein ausgleichendes Wesen zu einem mehr als wichtigen Ansprechpartner für den TSV in diesen schwierigen Jahren.
Reiner Hochberger ist im übrigen heute noch Mitglied des Vereins und hat seine freundschaftlichen Verbindungen nach Neuensorg nie abreißen lassen. Auch an dieser Stelle sei ihm für all seine Unterstützung, insbesondere auch finanzieller Art, nochmals herzlich gedankt!

Nach Einreichung der Planungsunterlagen wurde seitens der Regierung von Oberfranken in Bayreuth und seitens des Bayer. Landessportverbandes in München die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn erteilt. Vorher hatten sich Vorstandschaft und Bauausschuss durch Besuche der Sportheime in Schmölz, Lettenreuth und Buch a. Forst über derartige Bauprojekte eingehend informiert. Wie bei allen Bauvorhaben war auch in unserem Falle die Lösung der Kostenfrage von vorrangiger Bedeutung. Persönliche Gespräche des 1. Vorsitzenden und unseres Architekten bei der Regierung in Bayreuth und beim Bayer. Landessportverband in München ergaben, dass wir mit den im vorgelegten Finanzierungsplan eingetragenen Fremdmitteln rechnen konnten. Auch der Landkreis Coburg und die Gemeinde Weidhausen sicherten ihre Unterstützung zu.

Im Hinblick darauf setzten Vorstandschaft und Bauausschuss ihr ganzes Vertrauen in die Eigeninitiative der TSV-Mitglieder, damit die vom Verein zu erbringenden Eigenleistungen gewährleistet werden konnten.

Absteckung der Grundfläche für das Sportheim -

Von links: Benno Wittmann, Bauleiter Michael Metz, stell. Bauleiter Walter Lind, Theo Friedrich

Am 28.3.1980 erfolgte der erste Spatenstich und noch während der ersten Bauphase beschloss die Vorstandschaft, einen Dekturplan einzureichen und das Dachgeschoss des Gebäudes voll mit auszubauen, angesichts der damals mehr als knappen Geldmittel ein gewagter Schritt. Dass dies für die Zukunft jedoch mehr als richtig war, zeigte sich später immer deutlicher, denn wo sonst hätten unsere TT- und Gymnastikabteilungen ihren Sportbetrieb auf Dauer ausüben können? Bestimmt nicht mehr lange im Saalbau Güntner, an dem damals schon der Zahn der Zeit mehr als deutlich nagte! Des weiteren konnte für größere Vereinsveranstaltungen, wie z.B. dem jährlichen TSV-Fasching, eine Ausweichmöglichkeit geschaffen werden. Generell kann hier die Frage gestellt werden, ob der Verein ohne den Sportheimbau überhaupt noch in dieser jetzigen Form bestehen würde.

Klaus Kröckel von der gleichnamigen Baufirma

und Bauleiter Michael Metz

Tüchtige Bauhelfer -

Von links: Roland Guthseel, Alfred Burkhardt, Walter Hofknecht, Helmut Hertha, Edgar Werner, Ewald Werner, Michael Metz, Thomas Fischer 2, Walter Lind

Auch sie halfen tüchtig mit -

Unsere italienischen Freunde und langjährigen aktiven Fußballer Domenico Coluccio (links) und Ricardo Zinfollino (rechts), dazwischen Karl-Heinz Forgber

Immer im Einsatz -

Michael Prusiak (Eis-Michl) und Heinz Meusel (rechts)

Die Aufnahme zeigt

unseren leider während der Bauzeit verstorbenen jungen Sportfreund Thomas Fischer 2, er war ein stets mit Leib und Seele engagierter TSV-ler!

Maurerarbeiten im Erdgeschoss -

Von links: Rainer Vogel, Edgar Werner ("Papa Biz" ruft nach Bier!), Ewald Werner, Walter Lind, Robert Wittmann.

"Robby" Robert Wittmann in Aktion -

"baggern" - seine Leidenschaft!

Ordnung muss sein -

Hauptkassier Erwin Krappmann sorgt für Sauberkeit rund um die Baustelle

Am 20.9.1980 wurde Richtfest gefeiert und am 18.11.1983 schließlich konnte nach fast vierjähriger Bauzeit der erste Sportheimbetrieb aufgenommen werden.

Es geht voran -

Sportheim Weihnachten 1983

Während dieser Zeit bekam auch der TSV die damaligen weltweiten wirtschaftlichen Probleme und die damit verbundenen Schwierigkeiten der öffentlichen Haushalte in aller Deutlichkeit zu spüren. Zuteilungszeiten der Zuschüsse und Darlehen verlängerten sich zum Teil erheblich, auch wurden Mittel gekürzt. Dies alles hat die Vereinskasse nicht unerheblich belastet. Schwierige Wochen und Monate waren zu überstehen und dem 1. Vorsitzenden Harald Kutscher und seinem Hauptkassier Erwin Krappmann standen des öfteren schwere Sorgenfalten auf der Stirn. Doch letzten Endes konnten auch diese anfangs nicht vorhersehbaren Hindernisse aus dem Weg geräumt werden.

Hinzu kam, dass es auch größere Schwierigkeiten mit der Bayer. Forstverwaltung gab. Als früherer Eigentümer und jetziger Grundstücksnachbar des Sportgeländes erhob diese Behörde plötzlich Einwände gegen die Baumaßnahme, obwohl sie vorher zugestimmt hatte. Begründung für diese Kehrtwende war, dass in unserem Sportheim auch ein Wirtschaftsraum eingebaut wird. Durch diesen Einspruch kam es zu Bauverzögerungen mit der Folge, dass dringend benötigte Zuschüsse nicht abgerufen werden konnten. Zahlreiche Gespräche des 1. Vorsitzenden Kutscher und 1. Bürgermeisters Rolf Fischer beim Forstamt Lichtenfels waren erforderlich und letztlich nur dank der Aufnahme selbstschuldnerischer Bürgschaften durch die Gemeinde Weidhausen konnte diese kritische Phase überstanden werden.

Nach erfolgtem Vollausbau des Dachgeschosses im Jahre 1984 und Instandsetzung der Außenanlagen im Frühjahr 1985 wurde das Sportheim im Rahmen der Feierlichkeiten zum 60-jährigen Jubiläum im Juli 1985 im Beisein zahlreicher Ehrengäste seiner Bestimmung übergeben.

13.7.1985 -

Gäste bei der offiziellen Schlüsselübergabe

13.7.1985 -

Gäste bei der offiziellen Schlüsselübergabe

Schlüsselübergabe am 13.7.1985

durch Architekt Rainer Hochberger (links) an 1. Vorsitzenden Harald Kutscher

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten Mitglieder und Freunde des Vereins 15.000 (!) Arbeitsstunden und 50.000 DM an Spenden für das Projekt erbracht. Eine wahrhaft großartige Leistung! Sämtliche Arbeiten, bis auf die Errichtung des Dachstuhles, wurden ausschließlich in Eigenleistung bewerkstelligt. Hierauf können alle Beteiligten mit Recht heute noch stolz sein.

Ehrung der Bauhelfer -

Stellvertretend für alle Bauhelfer wurden die 10 "eifrigsten Arbeiter" ausgezeichnet. Hinten von links: Dieter Engel, Harald Kutscher (verdeckt), Rainer Vogel, Michael Metz, Lothar Mozzo, Norbert Fischer; vorne von links: Heinz Friedrich, Heinz Meusel, Werner Cihak. Rechts am Tisch: Karola Kutscher. Es fehlt Walter Lind.

Nur durch diesen enormen Einsatz der Mitglieder war es letztlich überhaupt möglich, die Kosten der Maßnahme im Griff zu behalten. Außer zinsgünstigen BLSV-und Brauereidarlehen mussten deshalb keine weiteren Bankverbindlichkeiten eingegangen werden.

Dass auch die Unterhaltungskosten überschaubar blieben, ist der mehr als erfreulichen Tatsache zu verdanken, dass sich seit der Eröffnung des Sportheimes im Jahre 1983 bis in unsere Tage zahlreiche Sportfreunde und vor allem auch Frauen zur Verfügung stellen und die Bewirtschaftung ehrenamtlich durchführen. Rund 50 Personen sind hier abwechselnd im Einsatz. Ihnen soll auch an dieser Stelle ganz herzlich gedankt werden. Gerade die Tatsache, dass der TSV keinerlei Mäzene hat, die größere Geldsummen zur Verfügung stellen, lässt die Einnahmen aus der Sportheim-Bewirtschaftung als wichtigstem finanziellen Standbein in einem besonderen Licht erscheinen.

Solidarität und Zusammenhalt – zwei wichtige Faktoren, die beim TSV eine große Rolle spielen. Sportheimbau- und bewirtschaftung wären ohne diesen Gemeinschaftssinn nicht möglich gewesen!

Das Sportheim steht allen Mitgliedern und ihren Familienangehörigen für private Feierlichkeiten kostenlos zur Verfügung. Terminabsprachen hierzu mit unserem ...

Sportheimverwalter

Torsten Werner, Weidhausen, Wiesenstr. 9
Tel. 09562/57255, Handy 0160/6565626
eMail: sportheimverwaltung@neuensorg.de